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Dies und Das

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich mir eine Gitarre gekauft habe? Natürlich nur eine ganz billige, aber für mich ausreichend, und sie besticht vor allem durch ihre Farbe - knallrot. Klara spielt nämlich sehr gut und bringt mir die wichtigsten Akkorde bei, die man so für die üblichen Lagerfeuer-Lieder braucht...

 

 



Dieses Wochenende verbringe ich zum ersten Mal ganz alleine in unserer Wohnung, Magda und Klara sind unterwegs. Die Stadt alleine zu erleben macht auch mal Spaß und zeigt mir, wie sehr ich mich hier schon eingelebt habe - der Alltag hat auch hier Einzug gehalten! Die alltäglichen Wege laufe ich schon wie im Schlaf, im Supermarkt verstehe ich auf Anhieb, wie viel ich bezahlen muss und das Wichtigste: Ich werde auf der Straße nicht mehr angerempelt.
Dazu muss man wissen, dass auf Krakaus Straßen ein Kampf stattfindet. Man kennt es ja auch aus Deutschlands Fußgängerzonen: Wer stur gerdeaus blickt und entschlossen voranschreitet, hat keine Probleme, unbehelligt durch die Massen zu gelangen. Das ist hier aber noch eine ganze Ecke krasser! In den ersten Wochen haben wir uns regelmäßige blaue Flecken an Armen, Knien und Schultern geholt, weil wir die Gesetze der Straße noch nicht kannten. Das läuft hier so ab: Wenn man jemandem entgegenkommt, findet ein kurzer Blickkontakt statt, der darüber entscheidet, wer ausweichen muss. Dem Verlierer bleibt nichts anderes übrig, als sich blitzschnell an die nächste Wand zu drücken oder vom Bürgersteig auf die Straße auszuweichen, wenn er nicht eine äußerst schmerzvolle Begegnung mit diversen Ellbogen oder Schultern machen möchte (Hierzu könnt ihr auch Basti befragen ) Eine andere Möglichkeit ist, dem Blickkontakt von vornherein auszuweichen, einfach stur über die Köpfe der Menschen hinwegzusehen und beherzt weiterzugehen. Das birgt zwar ein gewisses Risiko, klappt aber meistens. Außerdem gibt es noch eine Hierarchie, die ich aber noch nicht zu 100 Prozent verstanden habe: Gruppen haben Vorrang vor Einzelpersonen, je mürrischer der Blick, desto erfolgreicher etc.
Ich übertreibe natürlich, aber das ist etwas, was uns und anderen Erasmus-Studenten wirklich aufgefallen ist, was jetzt aber meistens reibungslos klappt.
So. Jetzt werde ich mich an meine Polnisch-Hausaufgaben machen und gespannt auf die Wahlergebnisse warten - heute sind nämlich Wahlen. Witzigerweise fällt deshalb morgen die Uni aus. Komische Logik, aber find ich gut
21.10.07 13:37
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Basti (21.10.07 14:12)
Seinerzeit schritt ich allein des Weges durch Krakaus Altstadtrandgebiete mit dem Ziel Universität auf einem Bürgersteig, der auf der einen Seite durch die Häuserwand und auf der anderen Seite durch durchgängig vorbildlich geparkte Autos begrenzt wurde. Der Bürgersteig gewährte exakt drei nebeneinander laufenden, durchschnittlich bestückten Personen Platz. Eben eine solche Gruppe kam auf mich zu. Ca. 20 Meter vor einem potentiellen Zusammenprall taktierte ich erstmals und sprach mit mir selbst, entdeckte, dass zumindest einer der Gruppe den Schritt zur Seite wagen müsste, um den flüssigen Verkehr zu ermöglichen. 10 Meter vorher waren meine Gedanken schon eindringlicher. Die Gruppendynamik verlor aber nicht an Stärke!
0 Meter. Ich gab auf, drückte mich rücklings an die Häuserwand und ließ die weitaus stärkere und darüberhinaus entschlossenere Gruppe passieren. Eine Schmach, die ich aber kein zweites Mal über mich ergehen ließ.


sarah (21.10.07 14:24)



joe(kleiner bruder von serge) (24.10.07 15:47)
Hey ihr seid ja ne heiße gruppe.....Grüße an alle...



Nino (2.11.07 22:45)
Das gute alte g-moll!

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