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Dowidzenia, Krakow!

Es ist tatsächlich soweit! In drei Stunden mache ich mich auf den Weg zum Flughafen und dann - ab nach Hause!

Leider verlief mein Abschied anders als geplant. Statt gestern noch mal die Stadt unsicher zu machen und mich unserer Stammkneipe verabschieden zu können, durfte ich mit Magen-Darm-Grippe das Bett bzw. das Klo hüten...So etwa:


Schön ist das nicht....Ich hoffe nur, dass ich im Flugzeug meinen Mageninhalt bei mir behalten kann...

 

Also. Zum letzten Mal auf diesem Weg: Alles Liebe und so!

Tschüss! 

 

6.2.08 15:08


Geburtstag und Sonnentage

Ich weiß nicht, ob überhaupt noch jemand diesen verwaisten Blog besucht, aber ich gehe das Risiko ein und schreibe noch mal was - dies ist der erste der letzten Einträge, denn schon in knapp zwei Wochen kehre ich Krakau den Rücken! Mich ergreift schon (entgegen aller Erwartung) eine melancholische Abschieds-Stimmung, die aber von Bastis Besuch hier gemildert wird.

Im Moment bin ich schwer damit beschäftigt, den Papierkram zu erledigen, der am Ende des Semesters so anfällt. Gestern war der letzte Unitag, jetzt muss ich nur noch von Büro zu Büro rennen und kann mich den Rest der Zeit von Krakau verabschieden. 

 

Aber jetzt zur Sache: Der Basti ist 30!!!!!!!! Und hier ergreift er das Wort:

"...ergreifen... Ich bin wohl eher selbst ergriffen ob dieses Quantensprungs mitten in die Altherrenmannschaft. Im Fußball, bestimmt nicht mehr als Stammspieler, würde man mich nur noch für die "Alten Herren" nominieren. Aber so läufts!

Ich habe leider die Situation nicht auf Band oder Film, als Sarah mich am 21. mit Kerze, Gesang, Geschenken und Luftschlangen aus den bis dato noch jugendlichen Träumen riss. Es war schön! An dieser Stelle möchte ich mich natürlich für die unendlich vielen tollen Glückwünsche bedanken. Sie helfen mir wirklich über die Dramatik des Tages hinwegzukommen!

Stichwort: Fegen ... Ich habe stattdessen die Küche an meinem Geburtstag gewischt ... nachdem zwei Tassen voll mit Räuberkaffee vom doch sehr stürmischen Tag und seinen Kräften quer durch die Küche geflogen sind. Somit habe ich im Endeffekt doch "gefegt".

Und jetzt ein paar Impressionen:"

 

 

 So sieht ein 30jähriger Basti aus, wenn er sich freut:

 

 

Basti hat zur Feier des Tages Canasta gelernt und sogar begriffen, und mich sofort voll abgezogen:

 
 Jetzt zu anderen Dingen: heute hat sich ein unglaublicher Zufall ereignet: Basti und ich haben auf unserem Nachhause-Weg  gemerkt, wie klein die Welt ist. Wir haben nämlich Agnieszka und Timo aus Langenstraße am Krakauer Bahnhof getroffen!! Wahnsinn! Morgen werden wir uns mit ihnen treffen.
 
 
 
Wie man sieht, friert Timo noch ein bisschen.

 
Zum Schluss noch ein paar Bilder:
 
 
 
Lecker Zapiekanka: 

 

Ein ganz ordinäres Cafe in Kazimierz, mit Kamin beheizt. Sowas werde ich vermissen!

 

 Wieder ein Glas weniger:

25.1.08 19:29


szopka-Wettbewerb

Wie jedes Jahr in der Adventszeit findet gerade der "szopka"-Wettbewerb statt. 'Szopka' ist eine Krakau-spezifische Krippe. Schon seit dem 17. Jahrhundert (oder so) gibt es die Tradition dieser besonderen Krippen-Bauart. Angefangen hat das mit herumziehenden Puppenspielern, die in der Weihnachtszeit durch die Dörfer gezogen sind und die Weihnachtsgeschichte oder andere christliche Geschichten gespielt haben. Später, als Polen geteilt war, wurden dann auch patriotische Ereignisse nachgestellt - um das Nationalbewusstsein und das kulturelle Gedächtnis aufrechtzuerhalten... Das besondere an diesen Krippen ist, dass sie die Krakauer Architektur imitieren, meistens wird die berühmte Marienkirche nachgebaut und die heilige Familie davorgesetzt. Wenn man sich in Krakau auskennt, kann aber Details erkennen, die auch von anderen berühmten Gebäuden kopiert sind. Heute werden die Krippen nicht mehr von Puppenspielern genutzt, aber sie beinhalten immer noch diesen typisch polnischen seltsamen Mix aus religiösen und patriotischen Themen. Da kann es schon mal vorkommen, dass das liebe Jesuskind in ein Nebenzimmer verbannt wird, und statt dessen irgendein Nationalheld im Zentrum steht...Interessante Prioritäten. Und woher kommt das? Es gibt in Polen schon gaaaaanz lange die Überzeugung (Messianismus genannt), dass Polen eine Mission zu erfüllen hat, nämlich Europa und damit das Christentum zu schützen. Wenn ich mich recht erinnere, ist diese Denkweise nach der berühmten Schlacht in Wien entstanden, als die Polen wesentlich dazu beigetragen haben, die Türken zu schlagen. Unser Dozent in "History of Polish Culture" erwähnt gerne mal, dass Polen damit ja ganz Europa, wenn nicht die Welt gerettet hat... Und verschiedene andere Schlachten haben dieses Bild dann verfestigt. (Ich halte meine Meinung darüber an dieser Stelle mal zurück...)


Heute werden die Wettbewerbgewinner der letzten hundert Jahre im größten und neuesten Konsumtempel der Stadt ausgestellt, der Galeria Krakowska. Hier einige schöne Exemplare, die manchmal übrigens mannshoch sind...

 

 

 

 

 

Man beachte die Details - und diie amerikanische Flagge! Amerika ist in Polen nämlich ganz schön beliebt...

 

15.12.07 17:21


Gestern kam seit Wochen endlich mal wieder die Sonne raus - mit anderen Worten: Fotowetter! Hier also ein paar Advents-Impressionen. Aber nur wenige, denn mittlerweile ist es mir fast unangenehm, die ganze Zeit mit der Kamera rumzulaufen. Ich will nämlich nicht mit den (hauptsächlich britischen) Touristen verwechselt werden, die seit der Weihnachtsmarkteröffnung in Scharen hier herumlaufen, Cowboy-Hüte in den polnischen Nationalfarben kaufen und sich um hässliche Fimo-Drachen schlagen...

Wer's noch nicht weiß: Der Drache ist ein Wahrzeichen Krakaus, nach der Legende, dass hier einst ein Drache Schafe und Jungfrauen (in dieser Reihenfolge!) gerissen hat. Bis der tapfere Krak einherging und dem Drachen ein mit Sprengstoff gefülltes Schaf zu Fraß vorwarf, woran der Drache verstarb. So hat Krakau seinen Namen bekommen....Und jetzt gibt es an jeder Ecke Drachen aus den verschiedensten Materialien zu kaufen - einer hässlicher als der andere. Ach ja, und auf dem Wawel steht eine Drachenskulptur, die Feuer spuckt, wenn man eine Sms an eine bestimmte Nummer verschickt (in Deutschland würde sie bstimmt mit 0190 beginnen)....Herzlich Willkommen Moderne!

 

 

 

 

Übrigens hat Krakau auch einen hässlichen Weihnachtsbaum:

 

6.12.07 15:20


Weihnachtsbasteln

Heute haben wir stilecht gebastelt - mit Tee, Mandarinen, Kerzen und Klassik. Da wir jeden Morgen am halbfertigen Weihnachtsmarkt vorbeigehen, haben wir uns davon inspirieren lassen.

Da seht ihr's:

 

 

 

 

 

 

 
Ist es nicht wunderschön?
 
Aber hier was ganz anderes:  
 
 
 
Das "Reservacja"-Schild ist für unseren neuen Mitbewohner. Der spült nämlich nie.

26.11.07 18:11


Schnee mit Bine und Markus!

Am Wochenende hatte ich Besuch aus der Heimat, und siehe da, Krakau zeigt sich mal wieder von seiner besten Seite und lässt es schneien! Es wird Winter - was man auch an den Temperaturen gemerkt hat! Zwar waren es tagsüber immer noch knapp über 0 Grad, sodass es sehr nass war, aber da es quasi das ganze Wochenende durchgeschneit hat, blieb der Schnee trotzdem liegen. Mir wird schon ganz weihnachtlich zumute!

Bine und Markus:

 

Schneesturm:
Die Straße, in der ich wohne:
Der Wawel (also das das riesige Schloss):

 

 

 

 

 

Nachdem sich Bine und Markus trotz der Kälte (und ohne Handschuhe) so tapfer durch halb Krakau schleifen ließen, haben wir den Abend (bzw. die Abende) bei einem wohlverdienten Piwo (Tyskie) und einer gepflegten Partie Kicker ausklingen lassen.
HERRLICH!!!!!!!!!!!!!

13.11.07 10:19


Heute soll mein verwaister Blog mal wieder etwas gepflegt werden. Ich weiß, ich hab lange nichts mehr geschrieben, aber die erlebnisreiche erste Zeit ist ja auch vorbei - und was soll ich euch schon groß von meinem Alltagleben erzählen? ...Mach ich in Deutschland ja auch nicht.

Aber am 1.11. war hier ein besonderes Event: Allerheiligen - im erzkatholischen Polen ein Nationalfeiertag der Extraklasse. Ich war zwar an diesem Wochenende bei Basti, aber schon eine Woche vor Allerheiligen liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Da wir gegenüber Krakaus größtem Friedhof wohnen, konnten wir den Allerheiligen-Countdown aus nächster Nähe betrachten. An unserer Bahnhaltestelle gibt es etliche Blumenläden, die Friedhof-Zubehör verkaufen. Schon an normalen Tagen ist dieses Blumenmeer ein herrlicher Anblick, aber einige Tage vor Allerheiligen verwandelte sich die beschauliche Haltestelle in einen riesigen, belebten Blumen- und Kerzen-Umschlagplatz. An allen den Friedhof umgebenden Privathäusern wurden Garagen und Fenster geöffnet, oder kleine Stände vor der Haustür aufgebaut, an denen Gestecke aus Plastikblumen, Grabkerzen in allen erdenklichen Farben und Formen (wahlweise auch mit elektrisch blinkendem Kreuz oben drauf) und verschiedene Kränze verkauft wurden.

Schließlich wurden sogar zwei zusätzliche Bahnlinien eingerichtet. Von morgens bis Abends spuckten diese Bahnen im Minutentakt ganze Seniorenheime aus, aber auch erstaunlich viele junge Leute machen diese kirchlichen Traditionen mit.

Am eigentlichen Allerheiligen-Abend wurden ganze Straßenzüge gesperrt und ein Reisbus nach dem anderen hielt vor unserer Haustür und entließ riesige Menschenmassen in den Allerheiligen-Rausch. Anscheinend habe ich wirklich was verpasst, denn wie Klara mir sagte, war der ganze Friedhof ein einziges Blumen- und Kerzenmeer...

Leider habe ich nur diese wenigen, nicht so guten Fotos:

 


 

 

Sonst gibt es nicht viel Neues. Doch: Übermorgen bekommen wir einen neuen Mitbewohner. Magdas Freund zieht bei uns ein...Ich bin sehr gespannt...
Also, liebe Grüße aus:
6.11.07 16:32


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